Rechtssatz
I. Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird gemäß Art 267 AEUV folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:
Ist der Verdienstentgang, den eine Frau durch eine von ihr nicht gewollte, aber aufgrund eines Produktfehlers der ihr eingesetzten Verhütungsspirale eingetretene Schwangerschaft erleidet, ein durch Körperverletzung verursachter Schaden im Sinn von Art 9 lit a der Richtlinie 85/374/EWG des Rates vom 25. Juli 1985 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Haftung für fehlerhafte Produkte?
II. Das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof wird bis zum Einlangen der Vorabentscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union gemäß § 90a Abs 1 GOG ausgesetzt.
Normen
AEUV Lissabon Art267
EWG-RL 85/374/EWG - Produkthaftungsrichtlinie 385L0374 Art9 lita
| 8 Ob 52/26v | OGH | 20.05.2026 |
vgl; Beisatz: Hier: Ähnliches Vorabentscheidungsersuchen zur Auslegung der Produkthaftungsrichtlinie iZm fehlerhaften Verhütungsspiralen (T1)<br/>Anm: EuGH C-582/26, Eurogine II |
Dokumentnummer
JJR_20251118_OGH0002_0020OB00077_25Z0000_000
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