OGH 12Os79/04; 11Os23/07b; 15Os153/13h; 15Os28/21p; 14Os32/22w; 14Os136/25v (RS0119388)

OGH12Os79/04; 11Os23/07b; 15Os153/13h; 15Os28/21p; 14Os32/22w; 14Os136/25v17.2.2026

Rechtssatz

Qualifizierende Tatfolgen im Sinn des § 201 Abs 2 erster Fall StGB (nF) können auch im psychischen Bereich liegen, sofern die daraus resultierenden körperlichen oder seelischen Funktionsstörungen den Gesamtzustand des Tatopfers in einem (zumindest) dem § 84 Abs 1 StGB entsprechenden Ausmaß beeinträchtigen.

Eine psychische Traumatisierung mit einer daraus resultierenden Belastungsstörung entspricht einer derart schweren Beeinträchtigung.

Normen

StGB §84 Abs1
StGB §201 Abs2 Fall1

12 Os 79/04OGH23.09.2004
11 Os 23/07bOGH27.03.2007

Vgl auch; Beisatz: Der Begriff „posttraumatische Belastungsstörung" reicht nicht einmal als Feststellung einer Schädigung an der Gesundheit aus und kann daher umsoweniger die Qualifikation des § 201 Abs 2 erster Fall StGB begründen. (T1)

15 Os 153/13hOGH13.11.2013

Vgl

15 Os 28/21pOGH02.07.2021

Vgl

14 Os 32/22wOGH26.04.2022

Vgl

14 Os 136/25vOGH17.02.2026

vgl

Dokumentnummer

JJR_20040923_OGH0002_0120OS00079_0400000_001

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