Die Rsp des EuGH zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Holdinggesellschaften (FN ) hat in den letzten Jahrzehnten eine erhebliche Entwicklung durchlaufen. Dabei steht regelmäßig die Frage nach der Unternehmereigenschaft der Holdinggesellschaft im Mittelpunkt, die nur bei wirtschaftlichem Tätigwerden zu bejahen ist. Die rechtliche Würdigung dahingehend, ob eine Holdinggesellschaft einer wirtschaftlichen Tätigkeit iSd Art 9 MwStSyst-RL nachgeht, hat im Umsatzsteuerrecht Folgewirkung. So ist die Unternehmereigenschaft Voraussetzung für die Steuerbarkeit von Ausgangsleistungen und naturgemäß für das Recht auf Vorsteuerabzug mit Blick auf die Eingangsleistungen. Die Frage, ob eine Holdinggesellschaft wirtschaftlich tätig ist, ist aufgrund der einzelfallbezogenen Rsp des EuGH (FN ) nicht immer leicht zu beantworten und stellt daher den Rechtsanwender regelmäßig vor Herausforderungen. Der gegenständliche Beitrag systematisiert die Rsp des EuGH zur wirtschaftlichen Tätigkeit einer Holdinggesellschaft und soll dazu beitragen, die Beurteilung, ob eine Holdinggesellschaft als Unternehmerin einzustufen ist, in der Praxis erleichtern.

