Mitte Oktober dieses Jahres hat die Staatsanwaltschaft gegen mehrere ehemalige Pflegekräfte eines privaten Pflegeheimes in Niederösterreich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Verdacht des Quälens oder Vernachlässigens wehrloser Personen steht im Raum. Vier ehemalige Beschäftigte dieses Heimes sollen pflegebedürftige Menschen beschimpft und grausam behandelt haben. Patientenanwalt ist um eine "lückenlose Aufklärung" des Falles bemüht; "es müsse eine Ursachenanalyse" vorgenommen werden, wie es trotz Überprüfungen durch die Volksanwaltschaft, die Pflegeaufsicht des Landes und den Verein für Sachwalterschaft und Patientenanwaltschaft sowie interne Kontrollmechanismen in Heimen "dazu kommen konnte". Eine inzwischen entlassene Pflegekraft, welche zum Kreis der Beschuldigten gehört, setzt sich zur Wehr: Im Heim würden "nur Neid und Eifersucht herrschen, wir sind permanent unterbesetzt. Es gibt große Missstände." Dies soll Anlass sein, sich allgemein mit dem Phänomen Gewalt in der Pflege etwas näher auseinanderzusetzen.

