Weltweit steigt die Einkommenskluft zwischen Management und Mitarbeitern börsenotierter Unternehmen. Dieses Thema birgt potenziellen sozialen Sprengstoff, zumal im laufenden Jahr infolge der Coronakrise die Verteilungsmasse in Form von Wertschöpfung und erwirtschafteten Gewinnen sinkt. Vor allem jene Unternehmen, deren Bilanzjahr in die ersten Monate 2020 hineingeht, zeigen auf Jahresbasis tendenziell rückläufige EBITDA. Nachdem in den Jahren 2016 bis 2018 das BIP Österreichs im Schnitt jährlich über 2,3 % wuchs, folgte 2019 eine Abkühlung auf 1,6 %, ehe im ersten Quartal 2020 die COVID-19-Krise einsetzte. Damit einhergehend entwickelte sich die Bezahlung der Vorstände tendenziell rückläufig und auch die Anstiege der Aufsichtsratstantiemen konnten nicht mit jenen der Personalkosten Schritt halten. Die Folge: Die Einkommenskluft zwischen Management und Mitarbeitern hat sich verringert.

