vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Zur Rezeption des Liechtensteinischen (Anwalts-)Notariats in Österreich Besprechung von OLG Wien 21. 1. 2025, 6 R 276/24p

AbhandlungAufsatzChristoph Müller-KlemenAnwBl 2025/250AnwBl 2025, 639 - 643 Heft 10 v. 31.10.2025

Im Jahr 2020 (FN ) wurde in Liechtenstein der eigenständige, faktisch aber vor allem durch Rechtsanwälte auszuübende (FN ) (und durch diese wohl auch tatsächlich ausgeübte) (FN ) Beruf des Notars eingeführt. Anlässlich der Einführung dieses (Anwalts-)Notariats, das zwar hierzulande gemäß den Unvereinbarkeitsbestimmungen der § 7 Abs 1 NO und § 20 lit b RAO so nicht zulässig wäre, aber potenziell auf den heimischen Markt "ausstrahlt", wurden in Österreich mehrere Beiträge veröffentlicht. (FN ) Fraglich war die Zulässigkeit eines solchen "Ausstrahlens", insb (1) ob ein österreichischer (in der Folge: ö) Rechtsanwalt gleichzeitig als liechtensteinischer (in der Folge: lie) Notar tätig werden darf (FN ) und (2) wie mit Notarprodukten (ö-)lie (Anwalts-)Notare in Österreich umzugehen ist. (FN ) Auf beide Fragen, die dem Vernehmen nach verstärkt an Praxisrelevanz gewinnen, (FN ) gab das OLG Wien jüngst und unter Einarbeitung der zuvor genannten Beiträge (FN ) eine mittlerweile offenbar rechtskräftige (FN ) Antwort. Diese sorgt aus Notarperspektive (FN ) für eine Abschottung. Wenngleich ausführlich und nach Ansicht des Verfassers insgesamt sehr sorgfältig begründet, sollen - im Anschluss an eine kurze Skizze des konkreten Sachverhalts - die Kernpositionen des OLG einer kritischen Würdigung unterzogen werden.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!