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Rami, Schriftsätze für das Medienrecht.

RezensionThomas HöhneZIR 2014, 441 Heft 5 v. 1.11.2014

Ob wirklich die Form, wie Rami in seinem Vorwort schreibt, „die schöne Schwester der Freiheit“ ist, bleibt ungewiss (und was soll ein Gerichtsverfahren, das nach der StPO geht, schon mit Freiheit zu tun haben), sicher aber ist, dass Rami der fleißigere Bruder des Medienrechtlers ist. Und dieser Medienrechtler bekommt mit Ramis höchst übersichtlich gestaltetem und systematisch aufgebautem Buch alles, wovon ein nicht so fleißiger Medienrechtler nur albträumen kann: Formale Perfektion, die nicht mehr steigerbar erscheint. Zu jeder Art von Schriftsatz (der des Zuwaag natürlich auch noch digital dazu gereicht wird) sagt er Rechtsgrundlage, Zuständigkeit, Frist, Form, Gerichtsgebühren, Bezeichnung der Parteien und der Eingabe, das erforderliche Vorbringen samt Beweismitteln, den Wortlaut des Begehrens und wie mit den Kosten umzugehen ist. Für den konkreten Inhalt muss der Medienrechtler dann schon selbst sorgen – die größere Hürde sind aber bekanntlich nicht selten die Formalia – eine Hürde, die der mit Ramis Buch gedopte Medien-Jockey hinkünftig mit Leichtigkeit nehmen wird. Wer dann noch glaubt, ohne Rami auskommen zu können, ist entweder schon seit fünf Jahrzehnten im Geschäft, oder plagt sich ohne Notwendigkeit.

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