Wenn Sie diese Ausgabe der Zeitschrift für Informationsrecht (das zweite „I“ im Akronym ZIIR steht übrigens für „International“) in Händen halten, findet der „Österreichische IT-Rechtstag“ zum 20. Mal statt.1 Dieses Jubiläum erlaubt nicht nur einen Rückblick auf eine atemberaubende technische, sondern auch auf eine bemerkenswert dynamische juristische Entwicklung, die nach wie vor anhält. Die einzelnen Rechtsakte auf Unions- oder Mitgliedstaatsebene aufzuzählen, wäre müßig und bei Erscheinen dieser ZIIR-Ausgabe bereits überholt. Lohnenswerter und wohl auch haltbarer erscheint der Überblick, oder besser Rückblick, auf die „Digitalisierung“ unseres Alltags und damit auf das Recht der Digitalisierung, erhebt doch die Rechtswissenschaft den Anspruch nicht nur Hermeneutik, sondern vor allem angewandte Sozialwissenschaft zu sein – ubi societas, ibi ius.2

