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Wertsicherung - neue Regeln für Klauselkontrolle als authentische Interpretation (1)

RechtsprechungMiet- und WohnrechtBearbeiter: Wolfgang KolmaschZak 2026/224Zak 2026, 136 Heft 7 v. 20.4.2026

ABGB: § 8, § 879 Abs 3, § 879a

KSchG: § 6 Abs 2 Z 4, § 6 Abs 3

Angelehnt an die jüngste OGH-Rsp (10 Ob 15/25s = Zak 2025/386, 236) wurden mit dem ZIAG (Zivilrechtliches Indexierungs-AnpassungsG, BGBl I 2025/110) Dauerschuldverhältnisse vom Anwendungsbereich des § 6 Abs 2 Z 4 KSchG (kurzfristige Entgelterhöhung) ausgenommen, bei denen die Leistung des Unternehmers nicht innerhalb von zwei Monaten nach Vertragsabschluss vollständig zu erbringen ist. Eine Wertsicherungsklausel in einem längerfristigen Wohnungsmietvertrag, die eine Erhöhung in den ersten beiden Monaten nicht ausschließt, kann daher mangels Anwendbarkeit des § 6 Abs 2 Z 4 KSchG nicht wegen Verstoßes gegen diese Bestimmung unwirksam sein.

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