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Betriebliche Teilhabeerfahrungen und demokratische Grundhaltungen.

ArtikelSaskja Schindler, Martina Zandonella, Julia Hofmann*)*)Saskja Schindler: Foresight
Kontakt: sas@foresight.at
Martina Zandonella: Foresight
Kontakt: mz@foresight.at
Julia Hofmann: Arbeiterkammer Wien
Kontakt: julia.hofmann@akwien.at
WuG 2025, 47 Heft 4 v. 17.12.2025

ZUSAMMENFASSUNG

Stärken Teilhabeerfahrungen am Arbeitsplatz demokratische Einstellungen? Dieser Artikel untersucht die Effekte betrieblicher Teilhabemöglichkeiten auf demokratische Grundhaltungen. Mit Bezug auf das Konzept wirtschaftlicher Bürger:innenrechte und die Spillover-These analysieren wir auf Basis einer repräsentativen Befragung im Rahmen des österreichischen Demokratiemonitors, inwieweit Beteiligungserleben, die Qualität des Betriebsklimas und das Verhältnis zum Betriebsrat mit demokratischen Orientierungen zusammenhängen. Dabei zeigt sich, dass positive Teilhabeerfahrungen sowie ein von Anerkennung und Solidarität geprägtes Betriebsklima die demokratische Grundhaltung stärken. Einen ebenfalls positiven Effekt hat ein zugänglicher Betriebsrat, während dessen bloßes Vorhandensein nicht ausreicht. Der Zugang zu diesen partizipativen Betriebskulturen ist jedoch ungleich verteilt: Arbeitnehmer:innen im unteren Einkommensdrittel berichten sehr viel häufiger von fehlender Anerkennung und Ungleichbehandlung. Die Ergebnisse unterstreichen die demokratiepolitische Bedeutung gelebter betrieblicher Teilhabe auch im österreichischen Kontext.

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