Die Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags im HR-Bereich. 70 % der Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeiter:innen nutzen KI-Systeme. Zweifelsohne können diese bestimmte Routineaufgaben erleichtern und beschleunigen. Gleichzeitig bergen automatisierte Entscheidungen und datengetriebene Entscheidungsprozesse erhebliche Risiken für die Gesundheit, Sicherheit und die Grundrechte von Arbeitnehmer:innen. Mit der KI-VO, dem sog „Artificial Intelligence Act“, hat die Europäische Union den Anspruch, genau diesen schwierigen Ausgleich zwischen Förderung und Regulierung von KI-Systemen zu schaffen. Doch gelingt dieser Balanceakt tatsächlich? Der vorliegende Beitrag soll untersuchen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen die KI-VO für die Verwendung von KI im arbeitsspezifischen Kontext vorsieht und ob diese Regelungen einen ausreichenden Schutz für Arbeitnehmer:innen darstellen.

