Der Ausbruch und die Folgen des Coronavirus haben beispiellose Auswirkungen auf die Wirtschaft weltweit. Verständlicherweise besteht die absolute Notwendigkeit, das Kollabieren der Gesundheitssysteme durch entsprechende Maßnahmen zu verhindern. Gleichzeitig hat jedoch der Shutdown der Wirtschaft dazu geführt, dass vom Kleinstgewerbetreibenden bis zum global agierenden Marken- und Technologiekonzern jedes Unternehmen vor außergewöhnlichen Herausforderungen steht. Je nach Wirtschaftszweig sind erhebliche Störungen in den Lieferketten oder dramatische Umsatzeinbrüche traurige Realität. Dies sowohl in B2B- als auch in B2C-Geschäftszweigen. Es versteht sich von selbst, dass dadurch die Liquidität und Rentabilität der meisten Unternehmen erheblich beeinträchtigt werden. Verrechnungspreiskonzepte sind (betriebswirtschaftliche) Steuerungsinstrumente. Da konzerninterne Transaktionen mittlerweile einen großen Teil vom gesamten Kuchen des Welthandels darstellen, liegt es auf der Hand, dass in Zeiten der COVID-19-Krise auch die gewählte Verrechnungspreispolitik (und damit die Ergebnisverteilung innerhalb der Gruppe) kritisch hinterfragt und gegebenenfalls überdacht werden muss. Falls diese Analyse konzeptionelle Risiken zu Tage fördert, sollten notwendige Adaptierungen umgehend umgesetzt werden. Dadurch sind positive Effekte wie zB Verbesserungen der Liquidität im Konzern rasch erzielbar.

