Die COVID-19-Krise hat zweifellos gravierende Auswirkungen auf die Profitabilität zahlreicher Unternehmen weltweit. Im Gegensatz zur Wirtschaftskrise der Jahre 2009 sind aktuell nahezu alle Wirtschaftszweige und alle Staaten massiv betroffen – von Lieferengpässen mit externen Lieferanten und Problemen in der konzerninternen Wertschöpfungskette bis hin zu Veränderungen im Konsumentenverhalten. All diese globalen Veränderungen im Marktumfeld führen dazu, dass bestehende Verrechnungspreisgestaltungen – aber auch einzelne, aufgrund der COVID-19-Krise notwendig gewordene konzerninterne Transaktionen – im Lichte der veränderten Rahmenbedingungen auf ihre „Verträglichkeit“ und „Akzeptanz“ seitens der Steuerverwaltungen eingehend analysiert werden sollten. Roland Macho und Gerhard Steiner versuchen, die Reaktionen ausländischer Finanzverwaltungen aufgrund der durch die COVID-19-Krise eventuell notwendigen Verrechnungspreisanpassungen einzuschätzen. Zudem wird ein möglicher Standpunkt der österreichischen Steuerverwaltung zu bestimmten Fragestellungen dargestellt.

