In einem ersten Beitragsteil zu Factoring wurden die Merkmale von Factoring-Beziehungen auf dem freien Markt zwischen unabhängigen Vertragsparteien analysiert. In diesem zweiten Teil beschäftigen wir uns detailliert mit dem kanadischen McKesson-Fall. Dieser stellt durch seinen Umfang eine herausragende Quelle für die Untersuchung möglicher Streitpunkte und Argumentationslinien in einem Verrechnungspreisstreit um konzerninternes Factoring dar. Hierzu werden wir zunächst die Einzelheiten der Geschäftsbeziehung und wesentlichen Sichtweisen des Steuerzahlers und des Gerichts auf die angewandten Verrechnungspreise darstellen. Darüber hinaus werden weitere Analyseansätze der besprochenen Entscheidung beschrieben, um die Vielfältigkeit entsprechender denkbarer Lösungsansätze darzustellen.

