In der österreichischen Steuergerichtspraxis finden sich nur sehr wenige Urteile, die sich im Kern mit der Anwendung von Verrechnungspreismethoden befassen. Dieser Beitrag analysiert eine Ende 2018 ergangene Entscheidung des BFG. Der diesem Urteil zugrunde liegende Sachverhalt zeigt, dass die Finanzverwaltung insbesondere iVm der Aufbereitung der konkreten Sachverhaltselemente im Spannungsfeld von erhöhter Mitwirkungspflicht und amtswegiger Ermittlungspflicht gefordert ist. Um den konzeptionell „richtigen“ Lösungsansatz bei grenzüberschreitenden Sachverhalten iVm Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen zu finden, ist eine fundierte Sachverhaltsermittlung erforderlich. Nur dann besteht für die Gerichte (BFG bzw VwGH) überhaupt die Möglichkeit, in der Urteilsfindung über die methodisch richtigen Lösungen abzusprechen.

