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Die Profit-Split-Methode und die Sache mit dem Geschäftsvorfall

SteuerrechtAufsatzFlorian RosenbergerTPI 2019, 273 - 276 Heft 5 v. 15.10.2019

Alfred Storck vereinbart in besonderem Maße höchst fundiertes Transfer Pricing Know-how mit den Erfahrungen eines versierten Steuerpraktikers eines internationalen Großkonzerns. Vor diesem Hintergrund war nicht zuletzt auch sein Beitrag zur Entwicklung der TPI von unschätzbarem Wert. Thematisch befasst sich Alfred Storck insbesondere auch mit Themen aus seiner Konzernpraxis – etwa der Konzernumlage oder der Konzernfinanzierung. Aber auch die besonderen steuerlichen Herausforderungen der für den Anlagenbau typischen Projektbetriebsstätten wurden thematisiert. Insoweit ist auch die Kostenschlüsselmethode als branchenspezifische Spielart der Profit-Split-Methode zur Ergebnisabgrenzung zwischen Projektbetriebsstätte und Stammhaus relevant. Mittlerweile hat die Profit-Split-Methode – nicht zuletzt auch durch das BEPS-Projekt der OECD – ein sehr breites potenzielles Anwendungsgebiet erfahren. Dies ist auf der einen Seite durchaus insoweit zu begrüßen, als die Profit-Split-Methode aufgrund ihrer Zwei- bzw Mehrseitigkeit spezifische Stärken aufweist. Auf der anderen Seite birgt diese Methode die besondere Gefahr in sich, methodisch verkürzte und insoweit inhaltlich unangebrachte Erwartungen über die Verteilung des „Steuerkuchens“ internationaler Großkonzerne zu nähren. Eine saubere Methodenanwendung innerhalb der methodisch vorgegebenen Grenzen ist daher von größter Bedeutung.

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