Art 14b Abs 2 Z 2 B-VG, Art 14b Abs 3 B-VG, Art 83 Abs 2 B-VG, Art 130 Abs 2 Z 2 B-VG, § 4 Abs 1 BVergG 2018
VfGH, 02.03.2026, E 3699/2025
2.3.. Vor dem verfassungsrechtlichen Hintergrund der Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte zur Entscheidung über Beschwerden wegen Rechtswidrigkeit eines Verhaltens eines Auftraggebers in den Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens (vgl Art 130 Abs 2 Z 2 B-VG) in Verbindung mit der kompetenzrechtlichen Ausgestaltung der Angelegenheiten des öffentlichen Auftragswesens im Vollziehungsbereich der Länder gemäß Art 14b Abs 2 Z 2 und Abs 3 B-VG (vgl Denk/Müller, Art 14b B-VG, in: Korinek/Holoubek et al. [Hrsg.], Österreichisches Bundesverfassungsrecht, 14. Lfg., 2018, Rz 52) war das Verwaltungsgericht Wien im konkreten Fall gehalten zu klären, ob der Beschaffungsvorgang der mitbeteiligten Partei in den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich des BVergG 2018 fällt, zumal der Abschluss einschlägiger Leistungsverträge, die keiner spezifischen gesetzlichen Regelung des Vergabeverfahrens unterliegen, als bürgerliche Rechtssache im Sinn des § 1 JN in die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte fällt (VfSlg 20.301/2018).

