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Smart Meter - zwischen Energieeffizienz und Datenschutz

WirtschaftsrechtStephan Andessner/Dragana DamjanovicRdW 2026/349RdW 2026, 450 Heft 7 v. 13.7.2026

Smart Meter sind intelligente Stromzähler, die den Energieverbrauch digital (in kurzen Zeitabständen) erfassen und automatisch an die Energieversorger übermitteln können.11Siehe dazu auch die Definition in § 6 Z 73 ElWG BGBl I 2025/91 ("ein elektronisches System, das in der Lage ist, die in das Netz eingespeiste oder die daraus entnommene Elektrizität zu messen, das mehr Informationen als ein konventioneller Zähler liefert und mittels elektronischer Kommunikation Daten zu Informations-, Kontroll- und Steuerungszwecken übertragen und empfangen kann") in Anlehnung an Art 2 Z 23 ElektrizitätsbinnenmarktRL (EBMRL 2019), RL 2019/944/EU , ABl L 2019/158. Diese Definition weicht von der bisherigen Legaldefinition nach Art 7 Abs 1 Z 31 ElWOG ab, die von einer "technische(n) Einrichtung" spricht, "die den tatsächlichen Energieverbrauch und Nutzungszeitraum zeitnah misst, und die über eine fernauslesbare, bidirektionale Datenübertragung verfügt". Damit ermöglichen sie den Endkund:innen eine größere Transparenz über Zeit und Höhe ihres Energieverbrauchs und versetzen sie so in die Lage, selbst Entscheidungen zur Lastoptimierung und - in Kombination mit der Einführung dynamischer Tarifmodelle22Dynamische Tarifmodelle ermöglichen, dass die Preise für Stromlieferungen die Preise auf den Spotmärkten, zumindest im Day-Ahead-Markt, in Intervallen widerspiegeln. Die Preise entsprechen damit den stündlichen oder viertelstündlichen Abrechnungsintervallen des jeweiligen Marktes, siehe § 6 Abs 101 ElWG. - zur Höhe ihrer Energiekosten zu treffen (Stichwort: "aktiver Kunde").33Zum Konzept des "aktiven Kunden" siehe etwa auch COM(2020) 299 final, 3; Bericht der E-Control, Zur Einführung von intelligenten Messgeräten in Österreich 2025, 9. Mit Blick auf den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen, die damit einhergehende Dezentralisierung der Erzeugungsanlagen und die höheren Output-Schwankungen ist die schnelle und genaue Verfügbarkeit von Informationen zudem ein entscheidender Faktor, um die Netzstabilität zu gewährleisten.44Siehe dazu E-Control-Bericht 2025, Zur Einführung von intelligenten Messgeräten in Österreich 2025, 3. Smart Meter bilden so gesehen die zentrale Basis für die Digitalisierung der Energieinfrastrukturen: den Aufbau sogenannter "Smart Grids",55Mit der Einführung des ElWG wird der Begriff des Smart Grids erstmals selbst im Gesetz definiert (§ 6 Z 137 ElWG). die wiederum zentraler Baustein der Energiewende sind.66Siehe etwa Positionspapier der E-Control, Smart Meter Systeme 2.0 aus Sicht des Regulators (2025) 4.

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