Dreißig Jahre nach dem Erscheinen der Erstauflage haben die Herausgeber Harald Stolzlechner, Harald Wendl und Wilhelm Bergthaler die 4. Auflage des Handbuches "Die gewerbliche Betriebsanlage" vorgelegt. Dieses Werk genießt in vielerlei Hinsicht eine Alleinstellung. Es ist bislang – oder besser gesagt: nach wie vor – das einzige "Handbuch" zu diesem Thema. Zwar finden sich in mehreren Sammelwerken mehr oder weniger ausführliche Darstellungen des Betriebsanlagenrechts, in dieser Breite und Tiefe ist es aber immer noch einmalig. Das vermag zu überraschen, ist doch das Betriebsanlagenrecht in seiner praktischen Bedeutung herausragend. Als "Herzstück des österreichischen Umweltschutzrechts" hat Bernhard Raschauer das Betriebsanlagenrecht in seinem (ebenfalls) 1986 erschienenen Pionierwerk zum "Umweltrecht" bezeichnet (B. Raschauer, Umweltschutzrecht, Böhlau 1986, S 88). An diesem Befund hat sich bis heute – 30 Jahre und viele Umweltgesetze und GewO-Novellen später – nichts geändert. So weit zu sehen einmalig ist auch die Verquickung von Lexikon und monographischer Darstellung in einem Band. Diese Kombination ist aus der Sicht der Rezensentin besonders reizvoll, erleichtert doch ein Lexikon den "anlassbedingten" Einstieg in das Betriebsanlagenrecht, und konsequente Verweisungen in den Handbuchteil führen dann etwas mehr in die Tiefe. Auch erlaubt ein Lexikon neue "Querschnittsbetrachtungen", so zB wenn unter dem Stichwort "Anzeigepflichten" sämtliche Anzeigepflichten für den Anlageninhaber zusammengefasst werden; oder wenn unter "Grenzwerte" ein Überblick über die im BA-Verfahren anzuwendenden Grenzwerte geboten wird.