Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 115.000 bis 130.000 Menschen mit verschiedensten Formen der Demenz. Aufgrund des kontinuierlichen Altersanstiegs der Bevölkerung wird sich diese Anzahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln und der Betreuungs- und Pflegebedarf wird somit weiter steigen (, Österreichischer Demenzbericht [2014]). In Einrichtungen der Altenpflege leben vermehrt multimorbide Menschen mit dementiellen Veränderungen. Die Häufigkeit und Intensität abwehrender und befremdlicher Verhaltensweisen von pflegebedürftigen Menschen steigt signifikant. Verblüffend wirkt die Art und Weise, wie MitarbeiterInnen - aber auch zu Betreuende - über Vorkommnisse wie Kratzen, Beißen, Schimpfen, Schreien, sexuelle Anspielungen und dergleichen berichten. Weitestgehend werden viele dieser Situationen als "Arbeitsalltag" und als gewisse "Normalität" beschrieben und erlebt. Aus diesem Grund sind sämtliche Einrichtungen gefordert, ihren MitarbeiterInnen gezielte Fortbildungen im Rahmen des Deeskalationsmanagements anzubieten.

