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Pro-demokratische Effekte der Wettbewerbspolitik? Ökonomische Macht, Nonmarket Strategies und Kartellrecht. Teil 2

AbhandlungenPriv.-Doz. Prof. (FH) Mag. Dr. Christian Reiner**Christian Reiner ist Senior Lecturer für Ökonomie und wirtschaftliche Bildung an der Universität Wien. Er forscht zu den Themen Wettbewerb, globale Wertschöpfungsketten, regionale Wirtschaftspolitik und ökologische Transformation. Email: christian.reiner@univie.ac.at . Die Argumente reflektieren ausschließlich die Haltung des Autors.ÖZK 2026, 3 Heft 1 v. 26.3.2026

Dies ist der zweite Teil meines Aufsatzes zum Thema Kartellrecht und Demokratie. Der zweite Teil analysiert die Chancen und Risiken einer Wettbewerbspolitik, die nicht nur den Wettbewerb, sondern auch die Demokratie schützen möchte. Hierzu wird in einem ersten Schritt die Transformation von Marktmacht über ökonomische Macht in politische Macht untersucht. Kartellverbot und Missbrauchsaufsicht beeinflussen primär die Marktmacht, Fusionskontrolle die ökonomische Macht. Ein kritischer und vielfältiger Qualitätsjournalismus kann die Transformation von Marktmacht in politische Macht reduzieren, indem Lobbying transparent gemacht wird. Ansätze für die Berücksichtigung demokratiepolitischer Ziele in der Wettbewerbspolitik zeigen, dass hierfür nicht unbedingt eine Änderung der Gesetze oder eine Abkehr vom Ziel der Verbraucherwohlfahrt notwendig ist.

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