Zum Inhalt des vorliegenden Heftes:
Christian Reiner (Lauder Business School in Wien) erörtert, inwieweit die Wettbewerbspolitik auch Pro-demokratische Effekte zeitigen kann und analysiert den Zusammenhang zwischen ökonomischer Macht, politischer Macht und regulativer Aufsicht aus ökonomischer Sicht und Methodik. Die Zunahme der politischen Macht von Großunternehmen, insbesondere in digitalen Märkten, gelte als eine mögliche Ursache für das sinkende Vertrauen in demokratische Prozesse, weshalb zu fragen sei, ob und wie Marktmacht zur Verzerrung demokratischer Prozesse führen könne, und welche Implikationen daraus für Wettbewerbspolitik und Regulierung resultierten. Die Gefahr sei, dass Großunternehmen eine Machtposition erreichen, die sich aus gesellschaftlicher Sicht als too-big-to-regulate erweisen könnte. (Erste Teil der Abhandlung.)

