EStG 1988: § 6 Z 14 lit b und § 24 Abs 2 letzter Satz (UmgrStG: Art III)
VwGH 29. 3. 2017, Ra 2015/15/0034
Wenn wegen des (unstrittigen) Fehlens eines positiven Verkehrswerts des Einbringungsgegenstands eine Anwendbarkeit des Art III UmgrStG ausscheidet (vgl § 12 Abs 1 Satz 2 UmgrStG), ist nach § 6 Z 14 lit b letzter Satz EStG die (missglückte) Einbringung von (Teil)Betrieben, Mitunternehmer- und Kapitalanteilen iSd § 12 Abs 2 UmgrStG dennoch auf den nach dem UmgrStG maßgeblichen (rückwirkenden) Einbringungsstichtag zu beziehen (vgl VwGH 25. 6. 2014, 2009/13/0154). Werden Mitunternehmeranteile von Kommanditisten in die Komplementär-GmbH eingebracht, wird dem Erfordernis des § 12 Abs 2 Z 2 UmgrStG, dass zum Einbringungsstichtag eine Bilanz der Mitunternehmerschaft vorliegt, nämlich durch die Bilanz der KG entsprochen, auch wenn an der Mitunternehmerschaft auch atypisch stille Gesellschafter beteiligt waren (eine Stichtagsbilanz der atypisch stillen Gesellschaft muss demnach nicht vorliegen, um die Rückwirkungsfiktion des § 6 Z 14 lit b letzter Satz EStG auszulösen).