Das Ziel des Beitrags ist es, sachlich fundierte Daten zur Situation von Schülern mit Migrationshintergrund im österreichischen Grundbildungssystem darzustellen, daraus Schlüsse im Hinblick auf die Verteilung von Bildungschancen zu ziehen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beleuchten. Für die Problematik der Verteilung von Chancen zwischen "einheimischen" Schülern und Schülern mit Migrationshintergrund werden die relevanten Normen des Schulrechts dargestellt und erörtert. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt auf Regelungen des Schulrechts betreffend den freien Zugang zur Bildung sowie die Bedeutung von Deutschkenntnissen für die Aufnahme in die Schule. Da die Statistik zeigt, dass Schüler mit Migrationshintergrund anteilsmäßig in Sonderschulen und in der Vorschulstufe überrepräsentiert sind, werden insbesondere die Zuweisung in die Vorschule und das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs dargestellt.

