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Paradigmenwechsel

merk.würdigDr. jur. et Dr. phil. Günther Pallaverjuridikum 2025, 15 Heft 1 v. 18.6.2025

Abstract: Heinz Barta, Homologie. Das Entstehen des modernen Vertrages im antiken Griechenland, Jan Sramek Verlag, Wien 2021, 341 Seiten, ISBN: 978-3-7097-0282-6

Heinz Bartas Werk „Homologie“ analysiert die Ursprünge des modernen Vertragsrechts im antiken Griechenland und dessen Einfluss auf Gesellschaft und Politik. Im Zentrum steht die Einführung von Vertragsfreiheit und Privatautonomie durch Solon (ca. 640-560 v. Chr.), der Schuld und Haftung erstmals trennte und rechtliche Gleichheit der Vertragspartner ermöglichte. Diese Neuerungen stärkten geordnete Verfahren, schufen rechtliche Parität und waren Grundlagen für die Entwicklung der attischen Demokratie. Bartas Analyse zeigt, dass viele Elemente europäischer Rechtskultur altgriechische Wurzeln haben. Solons Prinzipien wie Freiheit, Gleichheit und politische Partizipation prägten die Entwicklung der griechischen Polis. Für den Autor ist Solon der Vertreter des „Vernunftrechts“, des naturrechtlichen Denkens und rückt damit in die Nähe der Aufklärung.

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