Die sich zu Billionen von US-Dollar kumulierenden Investitionen in AI-Infrastruktur machen sich zwischenzeitlich sogar im US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt (GDP) bemerkbar und prägen maßgeblich die bislang positiv erscheinende Entwicklung an den US-Kapitalmärkten. Entsprechend groß ist die Gefahr von Fehlallokationen und Blasenbildung. Die unsichtbare Hand des Marktes ist dabei auf sichtbare Finanzinformationen angewiesen, welche im AI-Ökosystem gleichsam durch ein sog. „Fake-it-till-you-make-it“ -Accounting geprägt zu sein scheinen, also durch Finanzinformationen, welche die wirtschaftliche Lage aus schuldenfinanzierten und bislang unrentablen Milliarden-Investitionen so lange beschönigen sollen, bis sie sich (hoffentlich) am Ende doch als hochrentabel erweisen. Eine dieser „Beschönigungsmaßnahmen“ ist die Berichterstattung über einen „Profit Excluding Model Training Costs“, bei dem die wesentlichen Kosten bei der (Pseudo-)Gewinnermittlung vernachlässigt werden.

