Nicht selten stellen Earn-Out-Vereinbarungen den Schlüssel zum erfolgreichen Abschluss von Unternehmenstransaktionen dar. Trotz sorgfältiger Due-Diligence-Handlungen durch den potenziellen Erwerber liegen oftmals wesentliche Unsicherheiten über die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Transaktionsobjekts vor. Resultat hieraus sind divergierende Preisvorstellungen, zu deren Überbrückung zusätzlich variable, zukunftsgerichtete, ergebnisabhängige Kaufpreisbestandteile vereinbart werden, die nur dann zu leisten sind, wenn in einem festgelegten Zeitraum nach Unternehmensübernahme bestimmte Erfolgsziele erreicht werden. So sehr sich Earn-Out-Vereinbarungen jedoch unlängst als probates Mittel zur erfolgreichen Umsetzung von Unternehmenstransaktionen erwiesen haben, stellen sie die Bilanzierenden regelmäßig vor rechnungslegungsbezogene sowie bewertungstechnische Herausforderungen. Diese Herausforderungen treffen dabei grundsätzlich beide Vertragsparteien und damit neben dem Erwerber auch den Veräußerer.

