Mit der Androhung und Einführung umfassender US-Importzölle am 2. April 2025 („Liberation Day“) hat die Diskussion über die Auswirkungen handelspolitischer Maßnahmen auf Rechnungslegung und Unternehmensbewertung neue Aktualität gewonnen. Besonders exportorientierte Unternehmen sind betroffen, da ihre Cashflows, Risikoprofile und die darauf basierenden bilanziellen Wertansätze erheblich beeinflusst sein können. Dieser zweiteilige Beitrag zeigt praxisnah und zugleich theoretisch fundiert, wie Importzölle als Impairment-Indikatoren nach IAS 36 und ASC 350 einzuordnen sind, über welche Bewertungsparameter sie den Goodwill-Impairment-Test europäischer Unternehmen beeinflussen und welche Dokumentations- und Prognoseanforderungen sich daraus ergeben. Der vorliegende Teil 2 befasst sich nun insbesondere mit den Auswirkungen auf das Risiko und die Kapitalkosten, gibt explizite Handlungsempfehlungen und rundet den gesamten Beitrag mit einem Fazit ab.

