Mit der Ankündigung und Einführung umfassender US-Importzölle hat die Diskussion über die Auswirkungen handelspolitischer Maßnahmen auf Rechnungslegung und Unternehmensbewertung neue Brisanz erhalten. Besonders exportorientierte Unternehmen sind betroffen, da ihre Cashflows, Risikoprofile und die darauf basierenden bilanziellen Wertansätze erheblich beeinflusst sein können. Dieser zweiteilige Beitrag zeigt praxisnah und zugleich theoretisch fundiert, wie Importzölle als Impairment-Indikatoren nach IAS 36 und ASC 350 einzuordnen sind, über welche Bewertungsparameter sie den Goodwill-Impairment-Test europäischer Unternehmen beeinflussen und welche Dokumentations- und Prognoseanforderungen sich daraus ergeben. Zudem werden Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP herausgestellt und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet.

