Der vorliegende Fall behandelt die Kombination einer Unternehmensbeteiligung mit einer Unternehmenskooperation. Derlei vertragliche Gestaltungen sind beispielsweise in der Pharmabranche üblich: Ein (evtl. noch junges) Biotechnologieunternehmen kooperiert mit einem (etablierteren, globalen) Pharmaunternehmen. Das Pharmaunternehmen erwirbt eine Beteiligung am Biotechnologieunternehmen; der Erlös aus der Emission der jungen Aktien kann zur Finanzierung der Forschung des Biotechnologieunternehmens verwendet werden. Das etablierte Pharmaunternehmen kann später das Medikament in Lizenz herstellen und vertreiben und dabei seine Stärken (Produktionskapazität, Vertriebsnetz) ausspielen. Aus Sicht beider Unternehmen lässt sich diese vertikale Integration als operative Risikomanagement-Strategie verstehen. Für noch junge Biotechnologieunternehmen hat die Gewinnung eines globalen Pharmaunternehmens als Investor zusätzlich eine positive Signalwirkung. Natürlich existieren solche Gestaltungen auch in anderen Branchen; die hier hergeleitete Lösung ist von der Branche unabhängig.

