Mit den seit dem 3.7.2016 in Kraft getretenen ESMA-Leitlinien zu alternativen Leistungskennzahlen wurden die bisherigen europäischen Empfehlungen zur Pro-Forma-Berichterstattung überarbeitet. Jedoch handelt es sich hierbei immer noch um Empfehlungen ohne rechtlich bindenden Charakter. Im U.S.-amerikanischen Raum bestehen mit Regulation G und Item 10 of Regulation S-K hingegen bereits seit 2003 klare und verpflichtende Regeln. Der folgende Beitrag stellt den Zielkonflikt zwischen opportunistischem Handeln und erhöhtem Informationsnutzen bei der Veröffentlichung von Pro-Forma-Kennzahlen auf Basis bisheriger Studienergebnisse dar. Schließlich werden der U.S.-amerikanische und europäische Regulierungsansatz gegenübergestellt und kritisch diskutiert.

