Zusammenfassung: Tanski geht in seinem Beitrag der Frage nach, inwieweit durch die durch das BilMoG 2009 erfolgte Modernisierung des deutschen Bilanzrechts tatsächlich eine Annäherung der dHGB-Rechnungslegung an die internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erzielt werden konnte. Der Verfasser vergleicht die beiden Rechnungssysteme indem er ua die bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten sowohl nach dem dHGB (idF BilMoG 2009) als auch nach IFRS näher beleuchtet. Er befasst sich mit Fragen betreffend der Wegfall der Großreparatur-Rückstellungen iZm der nach IFRS vorgesehenen Aufwandsverteilung über den Komponentenansatz. Er setzt sich außerdem mit der Bewertung mit Fair Values auseinander, erörtert die Unterschiede zwischen regelbasierten (sog rule-based) und prinzipienbasierten (sog principle based) Standards und führt in diesem Zusammenhang an, zu welchen Standards jeweils die US-GAAP, IFRS und die dHGB-Rechnungslegung zu zählen sind. Abschließend nimmt er kurz zur deutschen Bilanzrechtsmodernisierung kritisch Stellung.

