vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Markt oder Freundschaft?

GovernanceSteuerrechtKaty Pracher-Hilander, Thomas SchneiderGRC-aktuell 2020, 7 - 9 Heft 1 v. 15.3.2020

Stellen Sie sich vor, Sie sind bei netten Freunden oder Verwandten zu einem Essen eingeladen. Der Tisch biegt sich unter der Last der Speisen, ein Wein, nach dessen Preis man besser nicht fragt, wird kredenzt, von Vorspeisen bis zum Nachtisch gibt es Mengen, die sicherlich eine Fußballmannschaft satt machen, aber für die Anwesenden schlicht zu viel sind. Zum Ende des schönen Abends erheben Sie sich, loben erneut die Qualität der Speisen und die nette Atmosphäre. Eine solches Mahl würde in einem guten Restaurant wenigstens 80 Euro pro Person kosten, vom Wein ganz zu schweigen. Sie zücken ihre Brieftasche und überreichen den Gastgebern 200 Euro für sich und ihren Partner. Die Reaktion ist leicht vorstellbar: Erst betretenes Schweigen, dann Proteste der Gastgeber. Anschließend würden sich alle Anwesenden über ihr merkwürdiges, ja ungebührliches Verhalten verwundern. Dass Sie nochmals mit einer Einladung rechnen können, erscheint unwahrscheinlich. Warum?

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Testen Sie Lexis 360® zwei Wochen kostenlos!
Jetzt testen!