In den 1980er-Jahren arbeitete ich an einer Universitätsklinik auf dem höchst komplexen Fachgebiet der Dermatologie. Mit Klaus Wolff hatte ich dort einen Chef, der es mit seiner Qualifikation früh an die Weltspitze geschafft hatte. Ihm verdanke ich einen hilfreichen Zugang zu solider Wissenschaft und die Lust daran, jeweils die wahren(!) Probleme zu erkennen und nachhaltig zu lösen. Denn hohe Komplexität lässt sich nur durch mindestens ebenso hohe Qualifikation meistern. Meist bedeutet dies das erfolgreiche Zusammenwirken vieler Köpfe. Das bedeutet aber primär, dass jeder einzelne Denker gut mit sich selbst kooperieren kann. Weil er andernfalls nicht nur anderen, sondern auch sich selbst im Wege steht.

