vorheriges Dokument
nächstes Dokument

Beurteilungsmaßstäbe der Fremdüblichkeit im Bereich der verdeckten Ausschüttung

Steuerrecht der GesellschaftenDr. Michael DeichselGESplus 2026, 115 Heft 2 v. 23.6.2026

Entscheidendes Merkmal einer verdeckten Ausschüttung ist die Zuwendung von Vermögensvorteilen an Gesellschafter bzw der Gesellschaft nahestehende Personen, die ihrer äußeren Erscheinungsform nach nicht (unmittelbar) als Einkommensverteilung erkennbar sind und ihre Ursache in den gesellschaftsrechtlichen Beziehungen haben. Ob eine solch sozietäre Veranlassung gegeben ist, wird anhand des Fremdvergleiches ermittelt.11Vgl KStR 2013 Rz 570 f. Dabei stellt der Fremdüblichkeitsvergleich am Markt das in der VwGH-Rechtsprechung22Vgl bspw VwGH 3.8.2000, 96/15/0159; VwGH 26.2.2004, 99/15/0053; VwGH 31.5.2005, 2000/15/0059; VwGH 16.12.2009, 2005/15/0058; VwGH 19.10.2011, 2008/13/0046; VwGH 5.9.2012, 2010/15/0018. wie auch Verwaltungspraxis33Vgl KStR 2013 Rz 571. primär herangezogene Kriterium dar. Andere Beurteilungsmaßstäbe, wie der Maßstab des sorgfältigen Geschäftsführers, werden – zumindest der Verwaltungspraxis44Vgl KStR 2013 Rz 573. folgend – bloß als ergänzendes Beurteilungskriterium angesehen. Dieser Beitrag soll daher die Beurteilungsmaßstäbe des Fremdvergleichs einer kritischen Würdigung unterziehen, deren Gemeinsamkeiten, Unterschiede wie auch Grenzen aufzeigen.

Sie möchten den gesamten Inhalt lesen?

Melden Sie sich bei Lexis 360® an.
Anmelden

Sie haben noch keinen Zugang?
Lexis+ ist die Evolution von Lexis 360®
Jetzt Lexis+ kostenfrei testen!

Stichworte