Der Vorschlag zur „EU Inc.“ verspricht nicht weniger als eine europäische Gesellschaftsform für die Innovationsökonomie: digitale Gründung, flexible Finanzierung, registergestützte Anteilstransfers, Mitarbeiterbeteiligung und Kapitalschutz ohne starres Mindestkapital. Gerade aus österreichischer Sicht ist der Entwurf brisant, weil er zentrale Dogmen des nationalen Gesellschaftsrechts unter Reformdruck setzt. Der Beitrag analysiert Struktur, Chancen und Schwächen der EU Inc. und fragt, ob sie zum echten Binnenmarktinstrument wird – oder an nationaler Fragmentierung und technischer Umsetzung scheitert.

