"Einst war es finster in den heiligen Hallen der Gerechtigkeit." (Ingwer/Rosner, Das Recht 1906/07, 14), so beginnt eine Glosse des Zeitgenossen, der mit schmunzelndem Seitenblick den Einzug des elektrischen Lichts in die Gerichtsgebäude kommentiert, womit um das Jahr 1907 endlich das im Volksmund als "ärarische Funze" bezeichnete Petroleumlämpchen ausgedient haben sollte. Die Arbeitsbedingungen in jener Zeit des technischen Fortschritts beschreibt anschaulich der Umstand, dass dem Staatsdiener dieser Luxus einer ansprechenden Beleuchtung seines Arbeitsplatzes immerhin 40 Kronen jährlich wert sein musste, denn dies war der Betrag, welchen der Bedienstete dafür berappen musste, dass ihm in Zukunft ein elektrisches Licht aufgehe.