Wenn nicht etwas völlig Unerwartetes passiert, wird heute das neue Wirtschaftstreuhandberufsgesetz (WTBG) im Plenum beschlossen.
In den vergangenen Wochen war es dank vieler erhitzter Gemüter zu einem kräftigen Schlagabtausch zwischen Rechtsanwälten und Steuerberatern bzw. Wirtschaftsprüfern gekommen. Die Anwälte stiegen auf die Barrikaden, als sie erfuhren, dass Wirtschaftsprüfer und Steuerberater mehr Rechte für sich beanspruchen. Sogar Protestmaßnahmen drohten sie an. Es sei inakzeptabel, dass Steuerberater künftig Verträge errichten und in Verwaltungsstrafverfahren sowie vor Gerichten vertreten sollen. Dazu fehle es ihnen schlichtweg an nötiger Ausbildung. Die Steuerberater zeigten sich ob dieser Anwürfe empört. Die Kritik an der Ausbildung sei haltlos, so die Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT). Unternehmer würden durch die Gesetzesänderungen endlich Unterstützung in jenen Bereichen bekommen, in denen sie in der Praxis faktisch alleingelassen wurden, so Klaus Hübner, Präsident der KWT.

