[WIEN] Die Eurokrise dominiert nach wie vor die wirtschaftliche Situation in Europa und könnte sich in den kommenden Wochen weiter verschärfen, sollte das beschlossene Rettungsprogramm für Griechenland scheitern. Trotz intensiver Bemühungen der Europäischen Union, den Euro als gemeinsame Währung zu erhalten und das Vertrauen der Investoren in den Euro zu stärken, wird gleichzeitig hinter verschlossenen Türen über einen Plan B, nämlich das Ausscheiden (Exit) eines oder mehrerer Mitglieder aus der Eurozone, diskutiert. Ein solches Exit-Szenario wirft nicht zuletzt die Frage auf, wie ausländische Gläubiger ihre Forderungen in Euro aus privatrechtlichen Verträgen gegenüber Schuldnern im Exit-Staat absichern können, wenn es in diesem Staat zu einer Währungsumstellung und in der Folge zu einer Abwertung kommt. Im Fall von Griechenland etwa könnte eine neue Währung Schätzungen zufolge um bis zu 60 Prozent an Wert verlieren.

