[WIEN] Es waren dramatische Stunden, als eine damals 36-jährige Frau in einem Wiener Spital ihr drittes Kind zur Welt brachte. Das Baby im Bauch: überdurchschnittlich schwer und in Steißlage. Die Mutter: noch Stunden, nachdem die Geburt medikamentös eingeleitet wurde und nachdem sie wiederholt um einen Kaiserschnitt geradezu gefleht hat, in panisch-banger Erwartung. Der Arzt: ein Risikofaktor in Weiß. Wie Sachverständige später feststellen, entscheidet er falsch, weil er trotz dieser Lage und Größe des Kindes die Fruchtblase öffnet; dann wartet er zu lange zu, um schließlich doch den Kaiserschnitt vorzunehmen.

