Verhandlungssaal 401 ist der größte Saal, der am Straflandesgericht Wien in seiner Umbauphase zu haben ist. Hier begann am Montag der Gerichtsprozess zur Causa Wienwert, jenes Immobilienentwicklers, der 2018 mit Karacho in die Pleite gerauscht war. Angeklagt sind elf Personen und drei Verbände, Hauptangeklagter ist Stefan Gruze, ab 2016 letzter Vorstandschef der Gesellschaft. Ihm wirft die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) unter anderem schweren gewerbsmäßigen Betrug, Untreue, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen (Krida), Bilanzfälschung und Korruption vor – und er wird ein Teilgeständnis ablegen. Mit dieser Ankündigung überraschte Gruzes Rechtsanwalt, Norbert Wess, in seinem Eingangsplädoyer.

