Geheimgehaltene Dokumente, Industrie-finanzierte Studien und die Beeinflussung der öffentlichen Debatte: Die Geschichte der sogenannten Ewigkeitschemikalien liest sich wie ein Lobbykrimi. Bereits in den 1970ern entdeckten die Unternehmen 3M und DuPont in den USA, dass ihre Stoffe unter anderem zu erhöhten Krebsraten und Leberschäden führen, wie interne Dokumente belegen, die erst später an die Öffentlichkeit gelangten. Jahrzehntelang hielten die Unternehmen die Erkenntnisse unter Verschluss. Während sich intern Hinweise verdichteten, wie schädlich die Chemikalien sind, steigerten die Unternehmen ihre Produktion von PFAS, kurz für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Heute werden Chemikalien aus der PFAS-Gruppe in unzähligen Alltagsgegenständen, von Backpapier über Regenjacken, sowie in Industrieprozessen eingesetzt. Denn sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend – und damit ausgesprochen praktisch, aber eben teils erwiesen schädlich.

