Nur ungefähr alle zehn Jahre veröffentlicht die OECD Empfehlungen für die Umwelt- und Klimapolitik ihrer Mitgliedsstaaten. Den neuen Bericht für Österreich präsentierte die Organisation am Freitag – und stellt, in viel Lob verpackt, ein durchwachsenes Zeugnis aus. Zwar sei Österreich ein „Musterschüler“, so der OECD-Umweltdirektor Jaime de Bourbon de Parme bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP), etwa mit einem Biolandbau von 27 Prozent der Agrarfläche und einem hohen Anteil erneuerbarer Energie. Gleichzeitig sei das Land nicht auf Kurs, die Klimaziele zu erreichen. Dazu macht die OECD eine ganze Reihe an Vorschlägen für die Reform von Subventionen für fossile Brennstoffe, den Abbau der Autoabhängigkeit, die CO2-Bepreisung sowie für das im EU-Schnitt hohe Abfallaufkommen.

