Der Bundeskanzler war da, der Wirtschaftsminister war da, die niederösterreichische Landeshauptfrau, das Management des teilstaatlichen Energie- und Chemieunternehmens OMV, des größten Industriekonzerns im Land. Zum großen Auflauf kam es am Montag im kleinen niederösterreichischen Wittau, etwas östlich von Wien. Die OMV hat offiziell die Förderung von Erdgas aufgenommen. Das Vorkommen gilt mit geschätzten 48 Terawattstunden (TWh) – das entspricht einem österreichischen Gasbedarf von sieben Monaten – als das bedeutendste des Landes seit vier Jahrzehnten. Das Projekt soll die heimische Gasproduktion stärken und in der ersten Phase den Bedarf von rund 100.000 Haushalten decken. Durch die Förderung soll die Eigenversorgung von sechs auf bis zu zehn Prozent steigen.

