Viele Zahnräder mussten ineinandergreifen, um im Februar 2017 einen oberösterreichischen ÖVP-Bürgermeister zum Leiter des Finanzamtes Braunau zu befördern. Glaubt man an den Ablauf, der von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) dargestellt wird, dann setzte der Bürgermeister schon Monate zuvor ein Räderwerk von parteipolitischen Interventionen in Gang, das sich letztlich bis an die Spitze des Finanzministeriums weiterdrehte. Im Ergebnis soll zu seinen Gunsten eine besser qualifizierte Bewerberin ausgebootet worden sein.

