Anfang Dezember 2025 haben Europäisches Parlament und Rat im Trilog eine politische Einigung über die Grundzüge einer neuen EU-Antikorruptionsrichtlinie erzielt. Seitens eines Verhandlungsführers wird die geplante Richtlinie als bisher größtes Korruptionsbekämpfungspaket auf EU-Ebene bezeichnet. Erstmals sollen damit unionsweit Mindeststandards eingeführt werden, welche Verhaltensweisen als Korruptionsdelikte strafbar sind und welche Sanktionen vorzusehen sind. Die Einführung unionsweiter Mindeststandards ist nach Ansicht der Europäischen Kommission dringend notwendig, da Korruption nachhaltiges Wirtschaftswachstum verhindere, die Effizienz öffentlicher Ausgaben gefährde und selbst nach konservativen Schätzungen die EU-Wirtschaft jährlich mindestens 120 Milliarden Euro koste.

