Da war zum Beispiel Gerhard. 20 Jahre lang hatte der Niederösterreicher in eisiger Kälte gearbeitet. Er hatte Waren entgegengenommen und sie im Tiefkühler eines Lebensmittelgroßhändlers sortiert. Bei minus 21 Grad, fünf Stunden am Tag. Als er von der Kälte genug hatte und einen anderen Job wollte, konnte ihm sein Arbeitgeber nichts Neues anbieten – man trennte sich einvernehmlich. So erzählte es Gerhard zumindest später. Vier Jahre hat er danach Arbeit gesucht. Hunderte Bewerbungen habe er jedes Jahr geschickt, alles vergeblich. Er war über 50, keine Fachkraft, aber im Vergleich zu jüngeren Kollegen doch deutlich teurer.

