Die Justiz muss sparen, ein Schicksal, mit dem das Ressort angesichts der österreichischen Budgetmisere nicht allein dasteht. Nach Abschluss der Budgetverhandlungen im Mai hatte Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) erfreut bekannt gegeben, dass der „Balanceakt“ gelungen sei: Die Justiz werde zwar ihren Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten, aber weiterhin auf einem „soliden Fundament stehen“. Als Sparbeispiele wurde in der Aussendung damals etwa die „Priorisierung von Bauvorhaben für die nächsten zwei Jahre“, die IT-Umstellung auf Open-Source-Produkte und die Verringerung von Begleitkosten bei Fortbildungen und Seminaren genannt. Aber, so hielt die Ministerin fest: „Es wird keine Einschnitte beim Personal geben.“

