„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Nicht nur Heinrich Heine, sondern auch wir Nachbarn im Süden wundern uns gelegentlich über den großen Bruder Deutschland. Wähnte man sich hierzulande schon immer überlegen in puncto Landschaft, Wetter, Gastronomie und Lebensart, so scheint mittlerweile auch der Vorbildcharakter der Deutschen in Sachen Wirtschaft und Politik abhandengekommen. Die Misere war schon in den letzten, bleiernen Jahren der viel zu langen Kanzlerschaft von Angela Merkel deutlich zu erkennen, erreichte ihren Höhepunkt unter der unsäglich schlechten Ampel-Koalition und lässt seit der Machtübernahme von Schwarz-Rot immer noch keine wirkliche Besserung erkennen. Die vielgepriesene Deutschland AG und die Errungenschaften der unter Ludwig Erhard eingeführten Sozialen Marktwirtschaft scheinen untergegangen und wurden verdrängt von einer sonderbaren Mischung aus Weltrettungsphantasien in Sachen Klima, Migration und Wokeness, wirtschafts- und energiepolitischer Naivität und einer generellen Bequemlichkeit und Konfliktscheue weiter Teile der Mittelschicht.

