Der Dienstantritt in einem neuen Unternehmen birgt für einen Einsteiger immer Momente des Bangens. Alexandra „Ali“ Wittmann war frisch von Wien nach Zürich übersiedelt und hatte den Job einer Finanzverantwortlichen eines Telekom-Unternehmens angetreten, als ihre drei wichtigsten Mitarbeiter das Büro betraten und auf betuliche Art die Tür schlossen. „Wir müssen mit Dir reden“, hieß es. Der neuen Geschäftsführerin schwante wenig Gutes. „Ich dachte, die wollen kündigen“, erinnert sich die heutige Finanzvorständin des niederösterreichischen Energieunternehmens EVN. Bei den Worten „Schön, dass Du da bist“, lösten sich die ersten Spannungen. Dann kamen die Besucher auf den Punkt. Sie wollten einen wichtigen Tipp loswerden: „Versuche bitte nie, Schweizerdeutsch zu sprechen. Das wird bei Euch Zugezogenen nichts.“ Sie sprachen, erhoben sich ohne großes Getue aus ihren Stühlen und hinterließen eine verwirrte Alexandra Wittmann.

